Klarträumen, luzides Träumen lernenSeite 2 von 2

Luzider Traum Klartraum

Inhaltsübersicht

  1. Grundlagen
  2. Traumtagebuch
  3. Traumzeichen
  4. Realitäts-Checks
  5. Techniken
  6. Verlängern und Stabilisieren
  7. 10 Regeln zum besseren Klarträumen
  8. Gefahren

 

 

 

Grundlagen des Klarträumens

Ähnlich des Klarträumens sind Selbsthypnose und Astralprojektionen. Man sollt die Methoden jedoch nicht vermischen.

Für luzides Träumen bzw. Klarträumen gibt es 3 wesentliche Grundlagen:

 

  • Gute Traumerinnerung - Traumtagebuch führen
  • Beschäftigen mit den Träumen (bewusst verarbeiten)
  • Ausreichend Schlaf (zu normalen Zeiten, also Nachts)

 

Traumtagebuch


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Zu Beginn sollte man ein Traumtagebuch führen. Dieses hilft dabei sich mit den Träumen zu beschäftigen und die Traumerinnerung zu fördern.

 

Dazu brauchst du ein Notizbuch. Lege dieses direkt neben dein Bett. Wenn du am Morgen aufwachst nimmst du dir 5 Minuten Zeit und schreibst alles auf, an das du dich aus dem Träumen erinnern kannst. Mach dies vor dem Aufstehen und versuche alle Details zu notieren.

 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn man sich vornimmt, sich an seine Träume zu erinnern, dieses auch häufiger passiert. Es kann also durchaus hilfreich sein, abends noch einige Minuten daran zu denken, dass man sich am nächsten Morgen an die Träume erinnern will (später mehr dazu).

 

Traumzeichen

Beim Träumen kann es zu merkwürdigen Ereignissen kommen, die einem klar machen können, dass man träumt. Traumzeichen können so die luzide Phase des Träumens einleiten.

 

  • Handlungen: Es passiert etwas Abnormales - Man kann fliegen, kann unter Wasser atmen und so weiter. Meist steigern sich auch Fähigkeiten ins Unermessliche. So berichteten viele, dass sie in Träumen nicht nur kleine Gegenstände mit großer Anstrengung telekinetisch bewegen konnten, sondern auch große Objekte wie Autos ohne Mühe.
  • Formen: Oft kommt es auch vor, das Formen merkwürdig sind. So werden Räder eckig, Gebäude verzerrt oder ähnliches.
  • Inhalt: Man träumt Sachen, die nicht alltäglich sind. Man trifft tote Menschen oder normale Tätigkeiten finden an falschen Orten statt (z.B. Kochen, TV sehen und Wohnen in der Schule)

 

Notiere dir besonders solche Traumzeichen in dein Traumtagebuch. Es wird dir helfen Träume zu erkennen und luzid zu werden.

 

Realitäts-Checks für luzides Träumen lernen

Für das luzid werden im Traum können auch Realitäts-Checks zur Traum-Kontrolle verwendet werden. Diese kann man auch ab und zu am Tag durchführen, so dass sie alltäglich werden.

 

  • Atem-Test: Halte dir die Nase zu und schließe den Mund, atme ein. Wenn es trotzdem gehen sollte, dann träumst du.
  • Uhr: Uhren sind im Traum meist unscharf oder zeigen Blödsinn an (bleiben Stehen oder laufen zu schnell)
  • Gegenstände: Kann man sich genauer auf einen Gegenstand konzentrieren oder verschwimmt er beim betrachten?
  • Erinnerung: Kannst du dich lückenlos erinnern, wie do an den aktuellen Ort gekommen bist? Träume starten meist irgendwo ohne Bezug zum letzten Tag oder dem zu Bett gehen.
  • Personen: Überprüfe ob es die Person wirklich gibt, oder ist sie ein Mischung aus verschiedenen Personen?
  • Gefühlstest: Diese Tests sind nicht zu empfehlen. Man will ja Klarträume haben, weil sie so realistisch wirken, ihre Inhalte aber frei wählbar sind. Zwicken und Kratzen schmerzt in der Realität nicht mehr als im Traum.
  • Drehtest: Drehe dich mit offenen Augen. Im luziden Traum dreht sich die Umgebung häufig mit oder weiter sobald man stoppt.
  • Fingertest: Schau dir deine Hand an, kannst du die Finger zählen? Sind es 5 Finger je Hand? In Träumen stimmt die Fingerzahl selten.

 

Realitäts-Checks sollen „geankert“ werde. „Ankern“ bedeutet, dass man verschiedene Sachen miteinander verknüpft (bekannt aus dem NLP). So kann man verschiedene Realitäts-Checks mit Dingen oder Ereignissen verknüpfen. Hört man zum Beispiel ein Klingeln, dann überlegt man kurz wie man an diesen Ort gekommen ist. Oder wenn man einen Apfel ist, dann versucht man ihn genauer zu beschreiben und Details zu entdecken.

 

Techniken zum Klarträume lernen


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Suggestion, Affirmationen und Selbsthypnose
Suggestionen sind Befehle die man sich selber gibt. Man kann so zum Beispiel beim Einschlafen immer wiederholen: „Ich werde diese Nacht luzid träumen“.

Affirmationen sind Befehle die andere einem Geben. So kann sich auf eine CD Affirmationen aufnehmen wie: „Du wirst heute Nacht luzid träumen“.

Diese Methode funktioniert bei einigen Menschen bereits sehr gut, aber viele tun sich damit schwer.

 

Imaginieren / VILD-Technik (Visual Induction of Lucid Dreams)
Wacht man morgens auf, dann imaginiert man einen Ort, wo man einen luziden Traum/Klartraum haben möchte. Mit etwas Glück und Erfahrung springt man dann in diese Szenerie und hat einen steuerbaren Klartraum.

 

DILD (Dream-Initiated Lucid Dream)
Die meisten Klarträume sind DILDs. Man träumt zu Beginn normal ohne sich dessen bewusst zu sein bevor man sich durch Traumzeichen bewusst wird, das man Träumt – dadurch wird man luzid.

 

WILD (Wake-Initiated Lucid Dream)
Bei dieser Technik versucht man bei Bewusstsein zu bleiben wenn man einschläft. Dies ist besonders für Anfänger sehr schwer, aber eine sehr effektive Methode. Auch hierfür sollte man zunächst 6 Stunden geschlafen haben. Nach dem man wach ist versucht man wieder einzuschlafen ohne das Bewusstsein zu verlieren.

 

MILD (Mnemic Induction of Lucid Dreaming)
Hierbei konzentriert man sich vollständig beim Einschlafen darauf, dass man sich an seine Träume erinnern will. Im Traum wird man sich dann des Träumens bewusst, meist durch Traumzeichen.

 

NILD / WBTB
WBTB steht für Wake-Back-To-Bed bzw. NILD für Nap-Induced Lucid Dream. Bei dieser Technik wird der Schlaf nach 5 bis 6 Stunden für 1 bis 2 Stunden unterbrochen, anschließend geht man wieder schlafen.
Vor dem Schlafen benutzt man die MILD-Technik und bei der zweiten Schlafphase die WILD-Technik.

 

Brainwaves und binaurale Beats
Durch den Effekt der Brainwaves wird das Gehirn zu einem bestimmten Bewusststeinzustand gelenkt. Dies kann dann luzide Träume fördern. Mehr dazu im Artikel Brainwaves und binaurale Beats.

Weitere Möglichkeiten wären Subliminals.

 

Am erfolgreichsten ist das Klarträumen durch Realitäts-Checks, folgende von der MILD-Technik und dann von den anderen Techniken.

 

Verlängern und Stabilisieren von luziden Träumen

Um den luziden Traum so lange wie möglich aufrecht zu erhalten sind einige Regeln zu beachten:

 

  1. Kein Wecker, keine Person die einen weckt oder ähnliches.
  2. In der Mitte bleiben – emotional neutral bleiben. Gerade am Anfang neigt man dazu sich zu freuen, wenn das Klarträumen endlich geklappt hat. Aber gerade dies verursacht dann körperliche Reaktion, was einen wachwerden lässt. Genauso verhält es sich bei Tätigkeiten im Klartraum, die stark emotionell sind. Bespiele wären Extremsportarten oder Sex.
  3. Nichts fixieren! Träume wirken immer sehr realistisch. Doch sobald man sich Details ansieht, sich auf ein Objekt fixiert oder die Aufmerksamkeit allgemein auf einen Punkt lenkt, merkt man intensiv, dass es sich um einen Traum handelt. Die Folge ist, dass man aufwacht (über die luzide Phase hinausgeht).

 

Stabil wird ein luzider Traum, wenn sich stetig etwas ändert, man also immer in Bewegung bleibt.

Sollte sich der Klartraum anfangen aufzulösen, kann man versuchen die Umgebung zu ändern (heller machen, Farben ändern) oder komplett in eine neue Umgebung springen (neues Szenario visualisieren).

 

10 Regeln zum besseren Klarträumen

  1. Stelle dir die kritische Frage, ob du wach bist oder träumst mindestens 5 bis 10 Mal am Tag.
  2. Stelle dir dabei intensiv vor, wie du dich in einem Traum befindest und jede Wahrnehmung geträumt ist.
  3. Achte auf die Zeitlinie, weißt du wie du hier hingekommen bist? Führe auch andere Realitäts-Checks durch.
  4. Bleib kritisch, zum Beispiel wenn etwas Ungewöhnliches passiert.
  5. Schlafe ausreichend und gut.
  6. Stelle dir Trauminhalte vor (z.B. du bist der Kaiser von China) und schau ob du noch wach bist.
  7. Schlafe mit dem Gedanken ein, dass du einen Klartraum haben wirst (MILD-Technik).
  8. Führe ein Traumtagebuch.
  9. Nimm dir eine bestimmte Handlung für den Traum vor (Intension).
  10. Übe regelmäßig, aber nicht verbissen und bleib geduldig.

 

Gefahren des Klarträumens

Traum in Traum
Inception Sehr unangenehm kann es werden, wenn man mehrere Traumebenen hat. Wenn man aufwacht, ist man nicht wirklich wach sondern nur in einer anderen Traumebene. So etwas passiert meistens, wenn der Traum außer Kontrolle gerät (Unterbewusstsein ist stärker als dein Wille). Realitäts-Checks helfen um zu sehen ob man noch träumt oder bereits wach ist.

 

Realitätsverlust
Die Realitäts-Checks funktionieren sehr gut, aber nicht 100%. Umso länger die Klarträume werden, desto schwieriger kann es werden luzide Träume von der Realität zu unterscheiden. Besonders wenn dein reales Leben dir langweilig oder unglücklich erscheint, kann es passieren, das man sich in Klarträumen verliert. Man sollte mit Klarträumen also nur experimentieren, wenn das reale Umfeld eine gewisse Stabilität besitzt.

 

Bücher zum Thema Klartraum und luziden Träumen:

Anleitung zum Klarträumen: Die nächtliche Traumwelt selbst gestalten Schöpferisch träumen. Wie Sie im Schlaf das Leben meistern: Der Klartraum als Lebenshilfe Träume entdecken: Anleitung für Traumpiloten



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Dieser Artikel wurde durch den Beitrag von Yuriko Omega inspiriert.